Sicherheit im Emmelshausen – Hängt das von der Past ab?

Ortsverein

Dass die Polizeiautobahnstation (Past) etwas für das Sicherheitsgefühl der Menschen in unserer Region tut ist unbestritten. Wird dies aber auch von den Fakten gestützt? Wird die „Versorgung“ unserer Region schlechter, wenn die Past weggeht? Nimmt die Polizeipräsenz ab in Emmelshausen und Umgebung?

Das scheint nicht so zu sein. Wenn sich Fachleute darüber einig sind, dass eine Versorgung, weg von Emmelshausen, die Situation nicht verschlechtert, muss man wenigstens zuhören. Natürlich ist es einfacher zu rufen: Es muss alles so bleiben! Aber ist es das Richtige?
Zweifellos ist die Situation der Polizei in unserem Land (damit ist nicht nur unser Bundesland Rheinland-Pfalz gemeint) schlechter geworden. Wie alle Branchen leidet auch die Polizei an Überforderung einerseits, mangelnder Motivation der Mitarbeiter andererseits, an hohem Krankenstand, Burnout, etc. Wenn also die Leistung im ganzen Land optimiert werden soll, so darf doch niemand denken „wasch mich, aber mach mich nicht nass!“ Will sagen: Wenn man die Polizeipräsenz insgesamt verbessern will, muss man gegebenenfalls auch in Kauf nehmen, dass sie im eigenen Ort abnimmt. Auch im Emmelshausen.

Schauen wir uns einige Zahlen an: In Emmelshausen sind die Fallzahlen für eine Autobahnstation relativ gering. Es handelt sich um die landesweit am geringsten belastete Past. Gerade mal 300 Unfälle passieren im Jahr und ca. 15% davon mit Personenschäden. Es macht also wenig Sinn, eine kleine Autobahnstation vorzuhalten, wenn die in einem größeren Rahmen effektiver arbeiten könnte.

Auch die „Amtshilfe“ geschieht ja in zwei Richtungen. Nicht nur die Past leistet der Bopparder Polizei Amtshilfe, auch umgekehrt wird geholfen. Auch die Bopparder fahren Streife, Koblenzer machen Verkehrsüberwachung und fahren Einsätze auf der Autobahn. Es könnte also sehr engstirnig gedacht sein, auf der Autobahnstation in Emmelshausen zu beharren.

Schadt es eigentlich unserer Feuerwehr sehr, wenn die Past wegzieht? Nicht generell. Die Tatsache, dass dann mehrere Streifen zeitgleich zuständig und vorhanden wären, könnte eine bessere Situation schaffen, als wir sie jetzt haben.

Sei es wie es will: Das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung ist in Bewegung durch den Weggang der Polizeiautobahnstation. Aber es ist ein Gefühl – mit Fakten nicht zu belegen. Laut Polizei geht es uns in Emmelshausen schon viel besser als im Rest des Bundeslandes.

Man sollte sich also der neuen Situation anpassen und nicht alten Zuständen nachtrauern.

Christoph Bretz

 
 

WebsoziCMS 3.6.9 - 001031031 -

Aktuelle-Artikel

19.04.2018 08:19 Außerordentlicher Bundesparteitag Wiesbaden
Herzlich willkommen in Wiesbaden! Am 22. April beraten wir, wie wir als SPD gemeinsam in die Zukunft gehen. Alle sind herzlich eingeladen, sich mit ihren Ideen für eine starke Sozialdemokratie im 21. Jahrhundert einzubringen. Es geht um neue Antworten auf die großen Herausforderungen unserer Zeit, die wir im Dialog miteinander finden wollen. Auf dem Parteitag

12.04.2018 17:17 Interview mit Andrea Nahles in der Frankfurter Rundschau
SPD-Fraktionschefin Nahles will eine offene Debatte über die Frage, „welchen Sozialstaat eine Arbeitswelt braucht, die gut qualifizierte Menschen durch Algorithmen ersetzt.“ Ihr Anliegen: den Blick nach vorn richten, Pespektiven anbieten. Das komplette Interview mit der Frankfurter Rundschau auf spdfraktion.de

12.04.2018 08:21 WebSoziCMS: neue Version 3.6. ab sofort aktiv
Wir freuen uns, euch ab sofort das WebSoziCMS in der Version 3.6. zur Verfügung stellen zu können. Neben diversen Bugfixes und Optimierungen (viele Beschreibungen im Admin-Menü sind nicht mehr starr, sondern passen sich den Gegebenheiten bzw. Möglichkeiten des ausgewählten Layoutes an) umfasst die neue Version folgende Neuerungen: – der Editor erlaubt die Wiederherstellung noch nicht gespeicherter

12.04.2018 08:17 Die SPD muss operativ an der geplanten Kohle-Kommission beteiligt werden
Carsten Träger, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, äußert sich zur aktuellen Debatte um die Kohle-Kommission. „Die SPD muss operativ an der geplanten Kohle-Kommission beteiligt werden. Aufgaben von der Größenordnung wie der Ausstieg aus der Kohleverstromung nach dem Ausstieg aus der Kernenergie, löst man am besten im Konsens. Die SPD kann Strukturwandel, sie lässt die Kohlekumpels nicht ins Bergfreie fallen.

12.04.2018 08:15 Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Grundsteuer – Sicherung des Aufkommens hat Priorität
Erwartungsgemäß hat das Bundesverfassungsgericht die Regelungen zur Bemessung der Grundsteuer für verfassungswidrig erklärt. Wie im Koalitionsvertrag vereinbart, muss eine Reform nun umgehend in Angriff genommen werden. Ziel ist die Sicherung des bisherigen Grundsteueraufkommens für die Kommunen. „Das Bundesverfassungsgericht hat die Einheitsbewertung des Grundvermögens in den alten Bundesländern ab dem Stichtag 1. Januar 2002 für verfassungswidrig

Ein Service von info.websozis.de