Sicherheit im Emmelshausen – Hängt das von der Past ab?

Veröffentlicht am 23.06.2017 in Ortsverein

Dass die Polizeiautobahnstation (Past) etwas für das Sicherheitsgefühl der Menschen in unserer Region tut ist unbestritten. Wird dies aber auch von den Fakten gestützt? Wird die „Versorgung“ unserer Region schlechter, wenn die Past weggeht? Nimmt die Polizeipräsenz ab in Emmelshausen und Umgebung?

Das scheint nicht so zu sein. Wenn sich Fachleute darüber einig sind, dass eine Versorgung, weg von Emmelshausen, die Situation nicht verschlechtert, muss man wenigstens zuhören. Natürlich ist es einfacher zu rufen: Es muss alles so bleiben! Aber ist es das Richtige?
Zweifellos ist die Situation der Polizei in unserem Land (damit ist nicht nur unser Bundesland Rheinland-Pfalz gemeint) schlechter geworden. Wie alle Branchen leidet auch die Polizei an Überforderung einerseits, mangelnder Motivation der Mitarbeiter andererseits, an hohem Krankenstand, Burnout, etc. Wenn also die Leistung im ganzen Land optimiert werden soll, so darf doch niemand denken „wasch mich, aber mach mich nicht nass!“ Will sagen: Wenn man die Polizeipräsenz insgesamt verbessern will, muss man gegebenenfalls auch in Kauf nehmen, dass sie im eigenen Ort abnimmt. Auch im Emmelshausen.

Schauen wir uns einige Zahlen an: In Emmelshausen sind die Fallzahlen für eine Autobahnstation relativ gering. Es handelt sich um die landesweit am geringsten belastete Past. Gerade mal 300 Unfälle passieren im Jahr und ca. 15% davon mit Personenschäden. Es macht also wenig Sinn, eine kleine Autobahnstation vorzuhalten, wenn die in einem größeren Rahmen effektiver arbeiten könnte.

Auch die „Amtshilfe“ geschieht ja in zwei Richtungen. Nicht nur die Past leistet der Bopparder Polizei Amtshilfe, auch umgekehrt wird geholfen. Auch die Bopparder fahren Streife, Koblenzer machen Verkehrsüberwachung und fahren Einsätze auf der Autobahn. Es könnte also sehr engstirnig gedacht sein, auf der Autobahnstation in Emmelshausen zu beharren.

Schadt es eigentlich unserer Feuerwehr sehr, wenn die Past wegzieht? Nicht generell. Die Tatsache, dass dann mehrere Streifen zeitgleich zuständig und vorhanden wären, könnte eine bessere Situation schaffen, als wir sie jetzt haben.

Sei es wie es will: Das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung ist in Bewegung durch den Weggang der Polizeiautobahnstation. Aber es ist ein Gefühl – mit Fakten nicht zu belegen. Laut Polizei geht es uns in Emmelshausen schon viel besser als im Rest des Bundeslandes.

Man sollte sich also der neuen Situation anpassen und nicht alten Zuständen nachtrauern.

Christoph Bretz

 

Aktuelle-Artikel

13.08.2018 17:20 Demokratie braucht Inklusion – Inklusion ist mehr Lebensqualität für alle
Der Bundesvorsitzende von Selbst Aktiv, Karl Finke, sowie seine Stellvertreterin, Katrin Gensecke, haben sich zu einem ersten Abstimmungs- und Erfahrungsaustausch mit dem neuen Beauftragten für die Belange behinderter Menschen, Jürgen Dusel, in Berlin getroffen. „Demokratie braucht Inklusion. Dies müssen wir in das allgemeine gesellschaftliche Bewusstsein einbringen“, so Jürgen Dusel. „Vor Ende der ersten 100 Tage der Amtszeit gilt

13.08.2018 17:18 Hofabgabeklausel abschaffen
Die Pflicht zur Hofabgabe ist verfassungswidrig. Das entschied der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts in seinem heute veröffentlichten Beschluss über die Pflicht zur Abgabe landwirtschaftlicher Höfe als Voraussetzung eines Rentenanspruchs. Die SPD-Bundestagsfraktion sieht sich bestätigt. „Mit ihrem ‚Nein‘ zur Hofabgabeklausel stützen die Verfassungsrichter in Karlsruhe die Position der SPD-Bundestagsfraktion, deren Ziel die vollständige Abschaffung der Hofabgabeverpflichtung

06.08.2018 17:05 Opfer von Hiroshima und Nagasaki mahnen: Nukleare Abrüstung wichtiger denn je
Im 73. Jahrestag des Abwurfs der ersten Atombombe über Hiroshima am 6. August 1945 sehen wir einen Auftrag für heute und einen kleinen Hoffnungsschimmer – in Japan. „Fast 14.500 Atomwaffen gibt es weltweit – jede einzelne ist Zuviel. Die Krise der atomaren Abrüstung muss endlich überwunden werden. Das mahnen uns nicht nur die schätzungsweise 240.000

06.08.2018 17:03 Es müssen mehr neue und vor allem bezahlbare Wohnungen gebaut werden
Es gibt zu wenige Sozialwohnungen – das dürfe nicht hingenommen werden, sagt Bernhard Daldrup. Für das kommende Jahr sind deshalb 500 Millionen Euro zusätzlich für den sozialen Wohnungsneubau vorgesehen. „Wir dürfen nicht zulassen, dass es einen Wettbewerb um die wenigen verbliebenen Sozialwohnungen gibt. Denn es sind nur noch 1,2 Millionen Wohnungen für Geringverdiener und damit rund 46.000 weniger

02.08.2018 12:11 Wir stärken die Pflege mit mehr Personal und mehr Leistungen
Unsere Fachpolitikerinnen Sabine Dittmar, gesundheitspolitische Sprecherin, und Heike Baehrens, Pflegebeauftragte der SPD-Fraktion, erläutern das vom Kabinett beschlossene Sofortprogramm für Pflege. Sabine Dittmar: „Das Sofortprogramm ist ein wichtiges Signal für alle, die auf Pflege angewiesen sind und für alle, die in der Pflege arbeiten. Das Programm stärkt die Pflege in Krankenhäusern und Altenpflegeheimen. Es sorgt für mehr Personal

Ein Service von info.websozis.de