Bracht und Licht lassen die Region im Stich

Veröffentlicht am 29.04.2017 in Pressemitteilung

Rhein-Hunsrücker Sozialdemokraten üben heftige Kritik am Abstimmungsverhalten der CDU zum Hahn-Verkauf. Der CDU-Kreisvorsitzende Hans-Josef Bracht und der Landtagsabgeordnete Alexander Licht hatten beide am Mittwoch im Landtag den Verkauf des Flughafens Hahn an die HNA-Gruppe abgelehnt.

„Das Abstimmungsverhalten der beiden CDU-Landtagsabgeordneten ist ein Schlag ins Gesicht aller Beschäftigten auf und um den Flughafen Hahn“, stellte der SPD-Kreisvorsitzende Michael Maurer in der Sitzung am Donnerstagabend in Boppard-Buchholz fest. Die CDU in der Verbandsgemeinde Kirchberg, allen voran die Kreistagsmitglieder Harald Rosenbaum und Wolfgang Wagner, hätten mit Nachdruck gefordert, den Flughafen an die chinesische HNA zu verkaufen. „Die Herren Bracht und Licht haben damit gegen ihre eigenen Leute gestimmt“, sagte Maurer.

Katharina Monteith, Mitglied des Kreistages und SPD-Vorsitzende in Kirchberg, ergänzte, dass die Unionsvertreter mit ihrem Verhalten bewiesen hätten, dass es ihnen nicht um die Menschen vor Ort gehe. „Verantwortung für den Flughafen und die dort Beschäftigten sieht anders aus.“

„Sein Verhalten im Landtag muss Herr Bracht den Menschen im Rhein-Hunsrück-Kreis erst einmal erklären. Wenn die Mehrheit der Abgeordneten der CDU-Haltung gefolgt wäre, stünde der Hahn in wenigen Monaten vor dem Aus“, so Kreistagsmitglied Klaus-Peter Müssig.

„Offensichtlich hat der CDU-Kreisvorsitzende in seinem neuen Amt als Landtagsvizepräsident vergessen, dass er als gewählter Abgeordneter die Interessen seiner Heimatregion und der dort lebenden und arbeitenden Menschen zu vertreten hat“, unterstrich Kreisbeigeordneter Dietmar Tuldi. Auch die bisherigen Behauptungen des Abgeordneten Lichts, sich stets für den Hahn einzusetzen entpuppten sich nun als bloßes Gerede.

Die klare Mehrheit der Koalitionsparteien habe sich für eine Zukunft des Hunsrück-Flughafens ausgesprochen, so der Kreisvorsitzende. Und Maurer weiter: „Die CDU will offenbar den Absturz des Flughafens Hahn. Unser Fraktionsvorsitzender Alexander Schweitzer hat es im Landtag auf den Punkt gebracht: Wenn wir am Hahn nicht handeln, werden dort die Lichter ausgehen. Das ist so klar, wie nur etwas sein kann.“ Die Rhein-Hunsrücker CDU müsse sich jetzt der Frage nach ihrer Verantwortung für den Flughafen und die Region stellen. „Nach ihrer ablehnenden Haltung zum Bau einer Mittelrheinbrücke lässt sie nun die Region um den Flughafen Hahn und die dort lebenden und arbeitenden Menschen im Stich. Die nächsten Wahlen kommen bestimmt“, sagte die stellvertretende Kreisvorsitzende Sandra Porz.

 

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