Bundesregierung plant Kürzungen beim Wohngeld

Veröffentlicht am 17.09.2010 in Sozialpolitik

Im Rahmen ihres Sparpaketes will die Bundesregierung die so genannte Heizkostenkomponente streichen und dadurch 100 bis 130 Millionen Euro einsparen. Erst 2009 war diese Komponente für die Empfänger von Wohngeld eingeführt worden.

Die Wohngeld-Kosten teilen sich der Bund und die Länder. Allerdings, so warnt Lukas Siebenkotten, Direktor des Deutschen Mieterbundes (DMB), „drohen den Kommunen spürbare Mehrausgaben über das ALG II, wenn das Wohngeld tatsächlich gekürzt wird.“ Und auch für die rund 800.000 Empfängerhaushalte in Deutschland rechnet er mit spürbaren Folgen: Bei einem durchschnittlichen Einkommen von etwas mehr als 800 Euro drohe eine Reduzierung der Leistungen um bis zu 30 Euro. Siebenkotten warnt die Bundesregierung ausdrücklich davor, die Länder in dieser Sache zu umgehen – schließlich seien sie unmittelbar von den Plänen tangiert.

 

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